Ehrengalerie

Elsbeth Zgainski - das letzte Gründungsmitglied

 Das letzte Gründungsmitglied Im Alter von 103 Jahren verstarb mit Elsbeth Zgainski am 23.11.2013 unser letztes verbliebenes Gründungsmitglied. Sie war Trägerin der goldenen Ehrennadel und Ehrenmitglied unseres Vereins. Sie gründete 1931 zusammen mit anderen Sportfreunden um Franz Cerny die Freie Sportvereinigung Fichte, die dann 1935 SC Südring und seit 1953 BSC Eintracht/Südring heißt. Sie war eine engagierte Turnerin, die teilweise auch im Handballsport zu Hause war. Sie war Vorturnerin im Mädchen- und Frauensport und half engagiert beim Aufbau des Sportes nach Kriegsende. 1961 gründete sie mit Margarete Voigt die noch bestehende Hausfrauenturngruppe. Die Sportfreunde von Eintracht/Südring werden sie stets in ehrbarer Erinnerung behalten.

 

Günter Hoppe

Im Alter von nur 71 Jahren verstarb am 30. Mai 2013 unser Tischtennis-Kamerad Günter Hoppe. Günter hatte über 45 Jahre für den Verein an der Tischtennisplatte den Ball gespielt und über Jahre auch erfolgreich im Abteilungsvorstand mitgewirkt. Als stets fairer Sportsmann war er über die Grenzen unseres Vereins hinaus geachtet. Seine Leidenschaft im Spiel, sein großes Kämpferherz, aber auch seine Zuverlässigkeit und Geselligkeit prägten ebenso, wie sein Wesen und insbesondere sein Teamgeist den Vorstand und die Mannschaften, in denen er spielte. So war er für viele ein Vorbild und sein permanentes Engagement hat auch uns in schwierigen Zeiten motiviert.

 

Klaus Boos

Am 29. Mai 2013 ist unser langjähriges Vereinsmitglied, Sponsor und treuer Freund Klaus Boos verstorben. Als "kritischer Beobachter" war er wahrscheinlich derjenige, der die meisten Spiele der verschiedenen Fußball-Mannschaften gesehen hat. Den unverkennbaren Geruch seiner Zigarren in der Nähe der Eckfahne werden viele Kicker vermissen.

 

Willi Boos

Willi Boos, der "ewige" Präsident und Namensgeber der Sportanlage verstarb am 30. Juli 2009 im Alter von 99 Jahren.

Der am 20. Oktober 1909 Geborene war von 1931 bis 1992 (61 Jahre lang!) ehrenamtlicher Vorsitzender unseres Vereins. Nicht umsonst trägt unsere Sportanlage seinen Namen.

Willi Boos begann seine aktive Laufbahn als Fußballer im Alter von zwölf Jahren bei Frisch-Frei Niederschöneweide. Von 1925 bis 1929 spielte er bei den Freien Sportlern Johannisthal, um danach zur Freien Turnerschaft Neukölln zu wechseln. 1931 trat Willi Boos dann dem BSC Eintracht/Südring bei – und er hielt diesem Verein bis zuletzt die Treue.

Im Laufe der Jahrzehnte bekleidete er hohe und höchste Ämter beim BSC Eintracht/Südring. Und selbst im Alter von über 70 Jahren spielte Will Boos – laut seinen Sportkameraden „schlank wie eine Gerte und zäh wie eine Katze“ – noch für das Altliga-Team seines Vereins.

Für den Berliner Fußball-Verband (BFV) bzw. dessen namentlichen Vorgänger, den Verband Berliner Ballspielvereine (VBB), wirkte er ab 1949 vornehmlich im Finanzausschuss, dem er auch lange Zeit vorsaß. Von 1967 bis 1969 gehörte Willi Boos dem Sportgericht an und er war seit Jahren Mitglied im Ältestenrat des BFV. Für sein unermüdliches Schaffen zum Wohle unseres Fußballsports – und damit zum Wohle unseres Gemeinwesens insgesamt – wurde Willi Boos mit einer Reihe von Ehrungen bedacht, zu denen unter anderem gehörten:

 

  • VBB-Ehrennadel in Silber (1952)
  • VBB-Ehrenschild (1961)
  • VBB- Ehrennadel in Gold (1965)
  • DFB-Verdienstnadel (1967)
  • Ehrennadel des Senats von Berlin (1974)
  • BFV-Ehrenmitglied (1989)

Für sein bemerkenswertes gesellschaftspolitisches Engagement war Willi Boos zudem 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden.

Willi Boos hat einen maßgeblichen Teil seines Lebens dem Amateursport in unserem Verein und darüber hinaus gewidmet und er hat dabei im Berliner Fußball bedeutende Akzente gesetzt. Wir sind ihm daher alle zu größtem Dank verpflichtet und wir werden uns seines gesamten Wirkens stets mit höchster Anerkennung erinnern.

 

Franz Cerny

Vereinsgründer

Seine Eltern waren aus dem tschechischen Gebiet Österreichs eingewandert. Nach Volksschule und Kürschnerlehre machte er sich mit 25 Jahren selbständig, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen. Er war Mitglied im großen Arbeitersportverein ASV-Fichte. Wegen politischer Unstimmigkeiten mit der Vereinsführung wurde er 1931 aus dem ASV-Fichte ausgeschlossen. Nach seinem Ausschluss gründete er mit anderen Sportfreunden, die auf Grund seines Ausschlusses auch den Verein verlassen hatten, im Juni 1931 die Freie Sportvereinigung Fichte - FSF-. Dazu gehörten die Sportfreunde Elfriede und Fritz Scholz, Elsbeth und Eugen Zgainski, Kurt Voigt, Georg Bieber, Werner Pusemann um nur einige von Ihnen zu nennen. Franz Cerny war Widerstandskämpfer im Untergrund gegen den Nationalsozialismus und wurde 1934 verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach wurde er in die Tschechoslowakei ausgewiesen. Nach deren Okkupation wurde er zu einem Strafbataillon nach Griechenland eingezogen. Dort setzte er seine Widerstandsaktivitäten fort. Am 19. Juli 1943 wurde er in Anomanolas, Griechenland durch die Nationalsozialisten hingerichtet. Wir fühlen uns seinem Erbe bis heute verpflichtet.