Mitten in die Weltwirtschaftskrise wurde der FSF FICHTE gegründet. Der später von Nazis verfolgte Arbeiterverein war der Ausgangspunkt unseres Vereins.
Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit. In Kreuzberg gab es eine ungeheure Bevölkerungsdichte – heute 150.000, damals 350.000 – Wohnungen waren überbelegt und es herrschten katastrophale hygienische Verhältnisse – so gab gab es keine Bäder in den Wohnungen. Nicht nur Schwimmbäder mit ihren Wannenabteilungen hatten deshalb eine andere Bedeutung, auch der Sport war als Möglichkeit von Licht, Luft und Sonne sehr nachgefragt.
In dieser unruhigen Zeit – Gründungsdatum des Vereins ist der 28. Juni 1931 – trafen sich 40 sportbegeisterte Menschen (Turner und Handballer), hervorgegangen aus der 11. Fichte-Abteilung des ASV Fichte, in der alkoholfreien Gaststätte „Absti“ am Marheinekeplatz 4, und gründeten einen neuen Sportverein mit dem Namen „Freie Sport-Vereinigung Fichte (FSF)“. Politisch stand der Verein den Kommunisten und Sozialisten nahe, was später Mitglieder des Vereins das Leben kostete (s. dazu auch den Beitrag zu Vereinsgründer Franz Cerny in der Ehrengalerie).
Aber es ging primär um den Sport. Auf Sportplätzen und -stätten in der Mittenwalder Straße und der Katzbachstraße tummelten sich Handballer und Fußballer des Vereins. Das Vereinsleben war zu damaliger Zeit sehr intensiv, man traf sich jeden Sonntag nach dem Spiel und beteiligte sich an Wochenendfahrten und Leichtathletiksportfesten außerhalb von Berlin.
Der Verein wurde 1931 als FSF FICHTE gegründet
Das erste Foto des Vereins von 1932: Die Feldhandballer
Im Juni 1931 gründete Franz Cerny u.a. zusammen mit den langjährigen Mitgliedern Elfriede und Fritz Scholz, Elsbeth und Eugen Zgainski, Kurt Voigt, Georg Bieber und Werner Pusemann die Freie Sportvereinigung Fichte – FSF.
WILLI BOOS BRACHTE DEN VEREIN DURCH DIE SCHWIERIGE ZEIT